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Veranstaltungen 2006

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5. Februar 2006 - Ausstellung und Mittagessen, Düsseldorf

Die jüdischen Ärzte von Nordrhein-Westfalen luden zur Matisse-Ausstellung ein:

 Malerei, die den Menschen heilt - Bericht von Boike Jacobs

Ein verregneter Sonntagmorgen, und dennoch drängten sich 131 jüdische Ärztinnen und Ärzte auf dem Düsseldorfer Grabbeplatz vor der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Eine Führung durch die Matisse-Ausstellung - wer wollte sich das schon entgehen lassen?

Schnell zeigte sich, dass nicht nur die Teilnehmerzahl phantastisch war, sondern ebenso die Organisation durch Cora Rimoczi. In Grüppchen von je 20 Frauen und Männern zog man schon bald - geführt von charmanten und kundigen Guides - zielsicher durch die Menge der übrigen Besucher.

Bei weitem nicht alle Bilder konnten da betrachtet werden, und so mancher Teilnehmer hat sich gewiss geschworen, die Ausstellung noch ein weiteres Mal zu besuchen. Aber alle, die da, versehen mit Kopfhörern, gebannt auf die leuchtend farbigen Bilder schauten, erhielten einen tiefen Einblick in Leben und Werk dieses Malers.

Dabei findet sich bei Henri Matisse auch Anregendes gerade für Ärzte. Im Gegensatz zu seinen berühmten Malerkollegen träumte er von einer Malerei, "die den Menschen heilt". Zu Beginn des industriellen Zeitalters versuchte er, in seiner Malerei "das Paradies auf Erden" zu zeigen, in einer zunehmend hektischen Zeit Bilder zu komponieren, die dem Betrachter erlauben, "zu flüchten und zu träumen", wie er in seinem Tagebuch notierte. Ein Lungenleiden kurierte er kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs in Nizza und malte dort wunderbar stille Bilder voller Blumen und farbig gekleideter Menschen. Und eine weitere entscheidende Entwicklung nahm seine Malerei, als er nach einer schweren Darmoperation ans Bett gefesselt war und nach Lähmungserscheinungen in den Händen mühsam lernen musste, sich wieder zu bewegen. Nun entstanden als Scherenschnitte die großflächigen Kompositionen mit einfachen Formen in Blau und Weiß, die zur Zeit überaus beliebt sind und als Poster die Zimmerwände vieler Jugendlicher schmücken.

Der Führung folgte ein gemeinsames Mittagessen im komplett gemieteten Restaurant der Kunstsammlung - harmonischer Ausklang eines informativen und zugleich entspannten Treffens.

Dr.Simon Reich, Vorsitzender und Gründer des Vereins war nach der Veranstaltung sehr gerührt,denn er hätte nie gedacht das fünf Jahre nach Vereinsgründung so viele Menschen kommen würden. An diesem Tag gaben wieder drei Ärzte ihr Antragsformular ab, so dass der Verein derzeit 188 Mitglieder zählt. Menschen, die nur selten oder gar nicht mehr in die Gemeinden kämen, nähmen das vielseitige kulturelle Angebot der jüdischen Ärzte gern und regelmäßig an, erklärte Mitorganisator Dr. Adrian Flohr, der alle Gäste persönlich begrüßte. Der Grund dafür ist offenbar das Bedürfnis nach einer Art Familiengefühl in kleinen, vertrauten Gruppen innerhalb einer ins Unüberschaubare gewachsenen Gemeinde. Keine Frage, hier erfüllt der Verein jüdischer Ärzte in Nordrhein-Westfalen eine wichtige Aufgabe.

26. Mai 2006 - Vortrag in Düsseldorf

Einladung

des Landesverband Jüdischer Mediziner zum Vortrag mit Dr.Shimon Stashewski in das Hotel NIKKO, Düsseldorf.

20. Juni 2006 - Besuch im Adenauer-Haus

Ein Protokoll mit Bildern finden Sie hier als PDF-Datei.

September 2006 - Bootsfahrt auf dem Rhein

Bilder der Bootsfahrt finden Sie hier.